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Ess- und Fütterstörungen bei Babys und Kleinkindern

Ess- und Fütterstörungen bei Babys und Kleinkindern

Unterstützung bei der Verbesserung der Nahrungsaufnahme und Förderung der Entwicklung durch individuelle Begleitung.

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Essen und Trinken sind für Babys und Kleinkinder weit mehr als reine Nahrungsaufnahme. Sie sind eng mit Entwicklung, Sinneswahrnehmung, Motorik und Beziehung verbunden. Wenn ein Kind Nahrung verweigert, häufig würgt, sehr lange Mahlzeiten benötigt oder nur eine stark eingeschränkte Auswahl akzeptiert, kann dies auf eine Ess- oder Fütterstörung hinweisen.

Für Eltern ist diese Situation oft mit großer Sorge, Unsicherheit und emotionaler Belastung verbunden.

Mögliche Anzeichen früh erkennen

Ess- und Fütterstörungen können sich sehr unterschiedlich zeigen. Häufige Hinweise sind:

  • Schwierigkeiten beim Saugen, Kauen oder Schlucken,
  • häufiges Verschlucken oder Würgen,
  • ausgeprägte Abwehr bestimmter Konsistenzen,
  • sehr geringe Nahrungsmenge oder stark selektives Essverhalten,
  • Stress, Unruhe oder Weinen während der Mahlzeiten.

Die Ursachen sind vielfältig und liegen nicht selten in einer unzureichenden neuromotorischen Kontrolle der am Essen beteiligten Strukturen.

Neurofunktioneller Ansatz nach Brondo und ergänzend der Ansatz der Neurofunktionstherapie (NF!T)

In unserer Praxis in Friedberg arbeiten wir unter anderem auf Basis der Neurofunktionstherapie nach Brondo. Dieser Ansatz richtet den Blick auf die neuromotorischen Grundlagen von Saugen, Kauen und Schlucken. Ziel ist es, die Steuerung und Koordination der beteiligten Muskelgruppen zu verbessern und damit funktionelle Voraussetzungen für sicheres und entspanntes Essen zu schaffen.

Durch gezielte manuelle Impulse und Bewegungsangebote wird die Wahrnehmung gefördert und die motorische Kontrolle unterstützt – immer angepasst an den Entwicklungsstand des Kindes.

Individuelle Begleitung für Kind und Eltern

Die Therapie orientiert sich nicht nur am Kind, sondern bezieht die Eltern aktiv mit ein. Neben der direkten Arbeit mit dem Kind gehören dazu auch:

  • Beratung zu Esssituationen im Alltag,
  • Unterstützung bei der Gestaltung stressfreier Mahlzeiten,
  • Anleitung zu förderndem Handling- und Füttertechniken,
  • achtsamer Umgang mit individuellen Bedürfnissen.

Sicherheit, Entwicklung und Vertrauen stärken

Ziel der Therapie ist es, Essen und Trinken wieder als positive, sichere Erfahrung erlebbar zu machen. Durch eine fein abgestimmte, neurofunktionelle Begleitung können Entwicklungsschritte unterstützt, Stress reduziert und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – bei Kind und Eltern – nachhaltig gestärkt werden.